Kulturgenuss higher level

Bergerlebnis für den feinen Sinn

Berg und Berg kommen nicht zusammen, aber Mensch und Mensch.
iranisches Sprichwort

In diesem Sinne präsentiert sich der Bergsommer so vielfältig und erlebnisreich wie nie. Neben Wandern, Mountainbiken, Paragliden, Klettern und kulinarischen Genüssen rücken dabei immer mehr besondere Kulturerlebnisse in den Mittelpunkt. Das Gipfelglück wird zum ganzheitlichen Erlebnis für Körper, Geist und Seele.

Installationen und Kraftorte

Es ist eine urmenschliche Erfahrung, dass man sich auf dem Berg droben dem Himmel näher fühlt.
Anselm Grün

Auf einen Berg zu steigen, bedeutet seit jeher, sich Überblick zu verschaffen, Abstand zum Alltag zu gewinnen, den eigenen Horizont zu erweitern. Der Blick in die Weite lässt den Kopf frei werden und öffnet das Herz. Ob zu Fuß zum Gipfel oder komfortabel mit der Bahn: Oben angekommen gibt es stets genug zu entdecken. Manches ist sichtbar, manches nicht. Sogenannte Kraftorte können ganz subjektiv wahrgenommen werden, doch bereits alte Kulturen erklommen die Gipfel, um dort ihren Gottheiten zu huldigen und dem Himmel nahe zu kommen.

Zahlreiche Kunstinstallationen auf den Bergen rücken diesen Aspekt zusehends in den Mittelpunkt. Ob Orte zum Verweilen mit besonders schöner Aussicht oder Objekte in der Natur – Ziel ist es, den Wanderer in der Seele zu berühren, eine Verbindung zum Ort zu schaffen und zum Nachdenken anzuregen.

„Artbox 2001“ von Max M. Seibald.

„Artbox 2001“ von Max M. Seibald. ©Schmittenhöhebahn Zell am See

Auf der Schmittenhöhe in Zell am See / Kaprun beispielsweise ist Kunst am Berg bereits seit mehr als 20 Jahren ein Thema. Die Installation "Can you see it?" hat zum Ziel, außergewöhnliche Bilder der Schmitten sichtbar zu machen. Mehr als 30 überdimensionale Skulpturen aus vorrangig heimischen Materialien, gefertigt von verschiedenen Künstlern, bilden die Grundlagen für Interaktionen zwischen Natur und Kunstwerken. Diesem Umstand verdankt die Schmittenhöhe die Auszeichnung als eine der ersten beiden als Kunst- & Kultur-Berge zertifizierte Sommer-Bergbahn.

Die andere sind die Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen in Kärnten. Unter dem Motto Berg ErLesen findet hier auf 1.908 Metern Seehöhe im Sommer Europas höchstgelegene Lesereihe statt. Dabei trifft regionale Kulinarik auf Literaturgenuss unter freiem Himmel. Der Sonnenuntergang bildet dazu die perfekte Kulisse hinter dem Speichersee an der Bergstation der Nationalparkbahn Brunnach, wo Bildhauer Egon Gruber eigens eine Naturbühne aus Lärchenholz gestaltet hat.
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Alfred Komarek bei der Auftaktveranstaltung von Berg ErLesen und in der Lesegondel.

Alfred Komarek bei der Auftaktveranstaltung von Berg ErLesen und in der Lesegondel. ©Bergbahnen Bad Kleinkirchheim

Von Schauspiel bis Austropop

Österreichs Berge bieten aber noch mehr für Ohr und Auge. Am Kristberg findet beispielsweise wöchentlich die Sagenaufführung "Raitia – Mythos der rätischen Berggöttin" unter freiem Himmel statt. Die Fahrt mit der Montafoner Kristbergbahn sowie ein Themenmenü sind beim Ticket nach Wunsch inkludiert.
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Die Silbertaler Sagenfestspiele bei den Kristbergbahnen.

Die Silbertaler Sagenfestspiele bei den Kristbergbahnen. ©Sagenfestspiele, Familie Netzer

Am Sportberg Goldeck hingegen geht es eher musikalisch hoch her. Oder auch ganz tief, wie beim Theaterstück "Der Tenor" von Carl Sternheim, das vom Ensemble Porcia mit ihrem mobilen Theaterwagen auf der Open Air Bühne aufgeführt wird. Schlager trifft Austropop heißt es, wenn Doktor Südbahn und Udo Wenders aufeinandertreffen.
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Theaterwagen Ensemble Procia am Goldeck.

Theaterwagen Ensemble Procia am Goldeck. ©Goldeck Bergbahnen GmbH

Shakespeare am Berg heißt es außerdem in Bludenz/Nüziders in der Bergarena Muttersberg diesen Sommer. Dann findet das Open Air Theater bereits zum dritten Mal statt. Thomas A. Welte inszeniert in traumhafter abendlicher Bergkulisse das Stück "Moustache" nach der Komödie von Shakespeare "Was ihr wollt". Mit der Bahn geht es bequem zum Spielort auf 1.400 Metern Seehöhe.
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Shakespeare am Berg in der Bergarena Muttersberg in Bludenz/Nüziders.

Shakespeare am Berg in der Bergarena Muttersberg in Bludenz/Nüziders. ©Darko Todorovic/Vorarlberg Tourismus

Ausstellungen, die Lust auf Berg machen

Es gehört wohl zum Schönsten, was es gibt, sich ein Land zu erwandern.
Erika Hubatschek

Das kulturelle Bergerlebnis beginnt dabei oftmals schon im Tal, bevor man überhaupt einen Fuß in die Kabine der Seilbahn gesetzt hat. Mehrere hochkarätige Ausstellungen bereichern diesen Sommer den Eventkalender. In Neustift im Stubaital nimmt die österreichische Fotografin und Volkskundlerin Erika Hubatschek (1917 – 2010) die Betrachter auf ihrem fotografischen Lebenswerk zum „Leben am Steilhang“ mit in die Vergangenheit der Stubaier Bergbauern.

Vom Leben am Steilhang. Ausstellung von Erika Hubatschek in Neustift.

Vom Leben am Steilhang. Ausstellung von Erika Hubatschek in Neustift. ©Erika Hubatschek

Und in der Postgarage Lech finden bergaffine Kulturfreunde mit der Ausstellung „Gehen am Berg“ tolle Einblicke in eine Epoche des Gehens, Spazierens, Flanierens, Stolzierens und Marschierens am Berg.

Damals wie heute üben die Berge eine ungeheure Anziehungskraft auf den Menschen aus. Dabei war auch der geistige Aspekt immer von großer Bedeutung bei der Erkundung der alpinen Bergwelt. Mit dem breiten Kulturangebot der Sommer Bergbahnen wird dieser Gedanke nun logisch fortgeführt und man darf sich auch in Zukunft mit Sicherheit auf noch mehr Kultur, Kunst und Unterhaltung am Berg freuen!

Titelbild: „Grüß Gott, nehmt Platz oder Kommunikation 2000“ von Michael Printschler. ©Schmittenhöhebahn Zell am See

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