pronatour und das ewige Eis – ein Projekt mit Gänsehautfaktor

Am Dachstein-Krippenstein erstrahlt seit Ende Juni ein Erlebnis-Highlight in neuem Glanz: pronatour hat die Rieseneishöhle  für die Dachstein Tourismus AG in eine atemberaubende Wunderwelt aus Eis, Licht und Ton verwandelt und erweckt sogar längst ausgestorbene Höhlenbären wieder zum Leben.

In einer Welt ohne Licht ist die Beleuchtung entscheidend. Die Neuinszenierung der Rieseneishöhle mit einer Investitionssumme von 2 Mio. Euro setzt deshalb in erster Linie auf eine komplett neue Lichtanlage. So kommt die plastische Wirkung der Fels- und Eisformationen eindrucksvoll zu Geltung. Schattenprojektionen und Farbwechsel erzeugen ein atemberaubendes Schauspiel, zusammen mit Soundcollagen und Musik entsteht so ein zeitgemäßes Erlebnis. Im Rahmen des Umbaus wurde den historisch gewachsenen Altlasten der Garaus gemacht, Elektroinstallationen und Leitungen aus rund 100 Jahren touristischer Nutzung wurden demontiert und durch neue LED-Leuchten ersetzt.

 

Unmögliches wurde möglich gemacht

Die Umsetzung geschah über die Wintermonate mit einem Spezialteam. Ein äußerst kalter Winter, das extreme Klima in der Höhle und die schwierige Zugänglichkeit des Höhlensystems bedeuteten große Herausforderungen. Mit großen Maschinen war die Erreichbarkeit unmöglich – Beton musste mittels Schubkarren in die Höhle transportiert werden, sämtliche Inszenierungselemente wurden von Mitarbeitern der Dachstein Tourismus AG und den ausführenden Firmen in die Höhle getragen. Der Höhlenbär mit Originalgröße und Originalgewicht von 3,5 m und fast 900 kg etwa wurde in bis zu 200 kg schweren Einzelteilen ohne Hilfsmittel bis tief in die Höhle geschleppt. Die umfangreiche Elektrik wiederum bedurfte einer speziellen Ausführung, um der hohen Luftfeuchtigkeit im Berg standzuhalten.

 

Eine Reise in die Vergangenheit

Das Ergebnis der herausfordernden Realisierung kann sich sehen lassen: Die Besucher erleben während der Führung eine Entdeckungsreise von der Entstehungsgeschichte der Höhle, über prähistorische Knochenfunde bis zum Eisteil mit dem 9 m hohen „Eisberg“, dem Wahrzeichen der Höhle. Die Tropfsteinformationen und faszinierende Eisformen entlang des 800 m langen, begehbaren Teils des Höhlensystems werden mit Licht und Sound atemberaubend in Szene gesetzt. Unterwegs begegnen die Gäste neben einer Ausgrabungsstelle mit einer detailgetreuen Replik eines Höhlenbärenskeletts dem mächtigen, beweglichen Höhlenbären als Zeugen einer längst vergangenen Zeit, ein zweiter Bär lauert als Überraschung hinter den Felsen. Hier wurden tatsächlich Knochen und Schädelteile des vor 12.000 Jahren ausgestorbenen riesigen Verwandten unserer heutigen Bären gefunden. Als großes Finale erleben die Besucher schließlich eine Licht- und Tonshow im Eisbereich. Und als spektakuläres Schluss-Highlight führt eine neue 35 m lange Hängebrücke über den „großen Eisabgrund“. So wird der Höhlenbesuch neben spannenden Inhalten durch starke Emotionen zum unvergesslichen Erlebnis.

Quelle: pronatour.at

(c) Dachstein Tourismus AG / Foto Hofer

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben