Wasser als einzige Zutat

Seit es künstliche Beschneiiung im Alpenraum gibt, ist sie ein umstrittenes Thema. Die einen sehen darin den Vorteil für Skigebiete, Gemeinden und den Tourismus, die anderen die darunter leidende Umwelt. Der neueste Beschluss im Tiroler Landtag zeigt, dass sich auch die Politik viele Gedanken darum macht, Wirtschaft und Natur in Einklang zu bringen. Ein wichtiger Schritt für Umweltschützer und auch bereits viele Seilbahnbetreiber ist nun in Tirol umgesetzt worden – das Verbot für Zusatzstoffe bei Kunstschnee.

Der Tiroler Landtag hat diese wichtige Entscheidung am 4. Oktober einstimmig getroffen. Bereits im August zuvor hatten Bergbahnen in Tirol diesbezüglich eine starke Diskussion ausgelöst, als sie beim Landesverwaltungsgericht gegen einen negativen Bescheid zur Zugabe des Zusatzstoffes „Snomax“ vorgingen und es ihnen schließlich doch erlaubt wurde, diesen zu verwenden. Wenige Tage darauf meldeten sich Seilbahnwirtschaft und Politik allerdings zu Wort und sprachen sich klar für ein Verbot solcher Zusatzstoffe aus. Nach Gesprächen mit der Tiroler Landesregierung wenige Tage später lenkte die Gemeinde Seefeld schließlich ein und gab bekannt, nun doch auf die Zugabe von Zusatzstoffen verzichten zu wollen. Solche heiklen Fälle sollen in Zukunft mit einem klaren Gesetz vermieden werden.

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