Wintersport abseits der Pisten – zwischen Spaß und Gefahr

Der Herbst hat offiziell begonnen, die Temperaturen werden frischer und viele Bergsportler erwarten ihn schon sehnsüchtig, ihren Winter. Besonders Freeskier, Tourengeher und Powderfahrer freuen sich auf weiche Schneedecken und das pure Bergerlebnis abseits der gekennzeichneten Pisten. Sicherheitsvorkehrungen sind dabei leider (vor allem von unerfahreneren Wintersportlern) oft keine Priorität. Zahlreiche Unfälle, die sich leicht hätten vermeiden lassen, belasten Bergrettung, Skigebiet und natürlich die Geschädigten selbst, ziehen sogar manchmal tödliche Konsequenzen mit sich. Für ein perfektes, ungestörtes und sicheres Tiefschneeerlebnis bildet Bergkompetenz die Grund-Voraussetzung. Damit Sie zu Saisonbeginn sorglos und voller Motivation in Ihren Skitag starten können, stellen wir Ihnen hier bereits ein paar wichtige Informationen bereit.

 

Vorbereitung und Wachsamkeit

Neben der Recherche von Lawinenberichten, der Beschaffung der richtigen Ausrüstung sowie der erneuten Einschätzung der Lage vor Ort kann das Risiko, unter eine Lawine zu geraten, mit der 3x3 Lawinen-Filtermethode von Werner Munter minimiert werden:

 

Faktoren:

  • Mensch
  • Gelände
  • Verhältnisse

Ebenen:

  • Regional (Tourplanung)
  • Lokal (vor Ort)
  • Zonal (unterwegs, Einzelhangbeurteilung)

 

Die verschiedenen Faktoren müssen zuerst auf erster Ebene durch unterschiedliche Fragestellungen und Stichwörter positiv beurteilt werden, dass man danach mit der zweiten Ebene weiterfahren kann u.s.w. Wenn sich z. B. herausstellt, dass der Hang zu steil ist, sollte man auf dessen Begehung verzichten.

 

Technik, die Leben rettet

Um sich noch weiter abzusichern, wird von Bergbahnbetreibern und Bergguides immer wieder empfohlen, sich eine entsprechende Lawinenausrüstung zuzulegen. Lawinensuchgeräte, Lawinenschaufeln, Lawinensonden und Lawinenrucksäcke, die wie Airbags funktionieren), können im Ernstfall Leben retten. Suchgeräte werden bei einem Lawinenniedergang eingesetzt, um verschüttete Personen zu orten, die Sonde (ein Maßstab) wird dann verwendet, um den Verschütteten punktgenau zu orten. So werden wertvolle Minuten oder sogar Stunden bei der Bergung gespart.

Falls es doch passiert: Viele professionelle Tipps für richtiges Verhalten beim Abgang einer Lawine finden Sie unter http://www.lawinensicherheit.com/lawinenunfall-was-tun/verhalten-bei-lawinen/.

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben