Die höchste 3S-Seilbahn der Bergbahnen Zermatt beweist sich im Winter

Seit 26. September 2018 verbindet die neue 3S-Bahn die Station Trockener Steg mit Klein Matterhorn. Die Herausforderungen des Baus haben sich für den Seilbahnlieferanten Leitner ropeways sowie die Zermatt Bergbahnen AG gelohnt, denn die perfekt geplante, umweltfreundliche und stylische Bahn begeistert Bergfreunde der ganzen Welt.

Zweieinhalb Jahre hat es gedauert und ca. 60 Mio. Schweizer Franken gekostet, das Bau-Kunststück Matterhorn glacier ride von der Planung in die Realität umzusetzen. Dabei haben 38 Firmen aus der Schweiz und Italien unter schwierigsten Arbeitsbedingungen Höchstleistungen erbracht: - 30 Grad, Sturmwinde und ein niedriger Sauerstoffgehalt waren nur einige davon – auch die Organisation der Baustelle an sich verlangte Fingerspitzengefühl und einen kreativen Ablauf. So mussten zuerst 100 m³ Felsen mit der Handbohrmaschine am hängenden Seil abgetragen werden, bevor die Sprengungen stattfinden konnten. Insgesamt wurden 10.000 m³ Stein entfernt. Die Belieferung der Baustelle erfolgte über Hubschrauber, eine eigens gebaute Materialseilbahn, eine provisorische Seilbrücke oder auch auf Schlitten.

Bei all diesem Aufwand war es den Bergbahnen Zermatt auch ein Anliegen, möglichst umweltschonend und nachhaltig zu bauen. So könnten nun mit der Matterhorn glacier ride Seilbahn rund 62 Haushalte mit Strom versorgt werden. Dafür sorgen 765 Solarmodule, welche u. a. eine natürliche Beleuchtung innerhalb der Station ermöglichen. Insgesamt 25 Kabinen bringen Gäste nun komfortabel und stylisch in nur neun Minuten auf die höchste Bergstation Europas. Die 3S-Seilbahn ist der erste Schritt in Richtung Alpine Crossing. In Zukunft soll ein Alpenübergang zwischen Norditalien und Zermatt drei Skigebiete verbinden – dafür soll wieder eine neue Seilbahn gebaut werden. Man darf also weiterhin gespannt sein!

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