Ein neues Dach für die Talstation

Wie die Areitbahn zum areitXpress wird

Erst am am 24. April dieses Jahres lud die Schmittenhöhebahn zum Spatenstich für die neue 10er Deluxe-Einseilumlaufbahn areitXpress, welche ab dieser Wintersaison die in die Jahre gekommene Areitseilbahn ersetzen wird. Die 1971 erstmals in Betrieb genommene Bahn bietet ab November wieder modernsten Komfort und eine dynamische Architektur aus dem Hause Hasenauer.Architekten.

Der erste Areit Doppelsessellift 1971 und heutiger Komfort.

Der erste Areit Doppelsessellift 1971 und heutiger Komfort. ©Schmittenhöhebahn AG

Besonderes Schmuckstück ist die neue auf 766 Metern Höhe gelegene Talstation. Der Technikbereich wird durch eine moderne Membrandach-Konstruktion schwungvoll überspannt. Kleines Schmankerl: Das darunterliegende Gebäude wurde weitestgehend unangetastet im Bestand belassen. Die lichtdurchlässige Membran vermittelt nicht nur Leichtigkeit, sondern sorgt auch für einen wettergeschützten, lichtdurchfluteten Einstiegsbereich.

Visualisierung areitXpress Talstation.

Visualisierung areitXpress Talstation. ©Hasenauer.Architekten

Die Leichtigkeit von Holz

„Bei der neuen areitXpress Talstation der Schmitten kommt Holz als Trägerschale zum Einsatz, die auf den Bestandssockel montiert wird. Darüber wird die Membran mehrdimensional über die Fläche gekrümmt“, erklären die Architekten Ernst Hasenauer und Sebastian Kroesen von Hasenauer.Architekten ZTGmbh. So wirken die  300 Kubikmeter Holzleimbinder unglaublich filigran und leicht, fast fliegend über dem Bestand. Kaum vorstellbar bei Dimensionen von bis zu 20 mal 140 Zentimetern. Der längste durchgehende Binder ist übrigens ganze 70 Meter lang.

Nach und nach wird die Holzkonstrukton mit der Membran überzogen.

Nach und nach wird die Holzkonstrukton mit der Membran überzogen. ©Faistauer Photography

Zweckbauten werden zu Landmarks

Der neue areitXpress der Schmittenhöhebahn AG ist ein weiteres schönes Beispiel für die nachhaltig positive Entwicklung im Bereich der Seilbahnarchitektur. Was früher oftmals so kostengünstig, zweckmäßig und schnell wie möglich in die Landschaft gestellt wurde (und das bei Weitem nicht nur im alpinen Bereich!), weicht heute durchdachten Gesamtkonzepten, die neben einer ansprechenden Architektursprache vor allem energiesparende Ansätze verfolgen und als Motor für die Region wirken. So können Seilbahnen und deren Betriebsgebäude als Leuchtturmprojekte fungieren und sogar ikonenhaften Charakter erlangen. Wir sagen: Weiter so und mehr davon!

Beitragsbild: Das neue Membrandach des areitXpress. ©Faistauer Photography

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