Einmal Einparken bitte!

Nun ist es soweit, die letzten Stunden im Bergglück sind gekommen. Der Frühling zeigt sich in all seiner Pracht, die Sonne strahlt und die Temperaturen steigen. Auch wenn es begeisterte Skifahrer oft nur schweren Herzens mit ansehen können, die weiße Pracht schwindet und die Skisaison neigt sich nun dem Ende. Ein letztes Mal chauffiert die Seilbahn ihre Gäste ins Skiabenteuer, bevor sie sich abends in die Sommerpause zurückzieht. Nun heißt es einmal einparken bitte, ab in die Garage und Kraft tanken für die nächste Skisaison.

Während einige Seilbahnen durchaus im Sommer in Betrieb genommen werden und rastlos ambitionierte  Wanderer und Bergsportler auf den Weg nach oben begleiten, scheinen Skigebiete oft wie leergefegt. Die gepflegten Pisten erstrahlen in saftigem Grün und erinnern an zauberhafte unberührte Bergwiesen. Ein Skigebiet erahnen lassen nur die vereinzelten Seilbahnstützen, die sich in gerader Linie den Berghang entlang fädeln. Von Sessellift und Co ist keine Spur mehr zu erkennen. Liftstationen befinden sich im kurzzeitigen Ruhestand und warten nur darauf wieder in Betrieb genommen zu werden.

Doch wo sind sie denn nun alle hin, die unzähligen Anlagen, die Tag für Tag Passagiere ins Skivergnügen tragen? Nach Betriebsschluss können begeisterte Skihaserln noch mitansehen wie sich die Seilbahngefährten langsam zurückziehen, bis schlussendlich Gondel für Gondel verschwunden ist. Einfach sieht das aus, jedoch stellt die Garagierung von Seilbahnen hohe Ansprüche an Variabilität, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.

Von vollautomatischen Premiumlösungen bis hin zu platz-und kostensparenden Angeboten bieten Seilbahnhersteller umfassende, als auch unterschiedlich einsetzbare Systeme an, um die Seilbahn im Sommer gutverstaut und normgerecht zu lagern.  Ganz einfach per Knopfdruck funktioniert das Einparken bei automatischer Stationsgaragierung.  Betriebsart auf „Garagieren“ umstellen und schon fahren die Gondeln mit Normalgeschwindigkeit in die Talstation ein. Der Reihe nach werden die Fahrzeuge dann in den jeweiligen Stationen am Bogen, am „Beschleuniger“ und am „Verzögerer“ aufgefädelt. In Reih und Glied still gestanden, bleiben die nun zur Ruhe gekommenen Anlagen bis zur nächsten Wintersaison eingelagert.

Da der Platz in den Talstationen oft nicht ausreicht, alle Anlagen im Stationsumlauf abzustellen, können Gondeln und Sessellift auch in eingerichteten Stationshallen, den sogenannten Bahnhofshallen, eingeparkt werden.  Das erklärt so manche Verwunderung, über leergefegte Seilbahnstationen, in denen sich die Fahrzeuge scheinbar in Luft aufgelöst haben.

Neben automatischem Betrieb kann jedoch auch durch manuelles Manövrieren jederzeit eingegriffen werden. Nach Beendigung des Passagierbetriebes und des Einparkens, kann der Mitarbeiter an der Station einzelne Gondeln auch ohne großen Aufwand manuell verschieben. Das einfache Prinzip garantiert somit nicht nur ein schnelles Garagieren und Entleeren, auch das Warten der Seilbahn wird erleichtert.

Sind alle Schäfchen dann ins Trockene gebracht kann der Sommer nun kommen. Aber keine Sorge, pünktlich mit dem ersten Schneefall sind Seilbahnen wieder voll funktionsfähig startbereit an Ort und Stelle.

 

Für interessierte Leser gibt es hier noch mehr Infos rund um Seilbahngaragierung:

https://www.leitner-ropeways.com/fileadmin/user_upload/Die_LEITNER_Garagierung.pdf

http://www.seilbahn.net/sn/index.php?i=60&kat=1&j=1&news=629

 

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