Hundert PRO weniger Wartezeiten

Wir lieben Skifahren. Aber was wir nicht lieben, sind Wartezeiten an den Liften - in klammer Kälte und mit Gedränge.  Zwar mag das Gruppenkuscheln gewisse, wärme-technische Anreize bieten, allerdings ist die Freude bei leeren Liften dennoch größer. Aber heutzutage gibt es etwas, dass es damals, als wir erst mühsam das Skifahren auf wackligen Kinderbeinen erlernten, nicht gab: Eine App und das dazugehörige Smartphone.

Was dahinter steckt? Eine Software, entwickelt von einer jungen Tiroler Firma und einer Linzer Firma die  mittels der Kameras die Auslastung der Seilbahnen, Pisten und Parkplätze automatische erfassen kann. Ein neuartiger Algorithmus erkennt automatisch, wie viele Skifahrer am Skilift anstehen oder wie hoch die Auslastung der Pisten ist. Wer hier einen geheimen Überwachungsdienst im Hintergrund vermutet, hat falsch gedacht. Das System wurde von zwei österreichischebn Firmen erfunden und getestet. Die Bilder, die über die Kamera gemacht werden, werden weder gespeichert noch nach außen kommuniziert. Die App erkennt auch keine personenbezogenen Daten, sondern ermittelt aus den Bildern nur die Auslastung bzw. Anstellzeit und gibt nur diese Informationen weiter.

Eine Kamera erfasst die wartenden Menschen, über einen Algorithmus wird die Wartezeit ausgerechnet.

Eine Kamera erfasst die wartenden Menschen, über einen Algorithmus wird die Wartezeit ausgerechnet.

Wie das genau funktioniert? Die erstellten Informationen werden aufbereitet, in dem sie durch den eingangs erwähnten Algorithmus gespielt werden und dann in ein Gästeinformationssystem eingespielt werden. Über einen einfachen Klick oder LED-beleuchtete Schautafeln eröffnen sich dem Besucher eines Skigebiets völlig neue Möglichkeiten: auf Basis der Informationen über Wartezeiten kann der Skifahrer nun selbst entscheiden, ob er eine Piste mit geringerer Auslastung wählt oder eine Seilbahn mit geringerer Anstellzeit. Die augenscheinlichen Vorteile offenbaren sich in der verkürzten Wartezeit – egal wo, allerdings basierend auf seiner eigenen Entscheidung, ob und wann man welchen Lift oder welche Piste ansteuert.

Über Infotafeln oder eine APP entscheidet der Besucher selbst, welche Seilbahn oder Piste er wählt.

Über Infotafeln oder eine APP entscheidet der Besucher selbst, welche Seilbahn oder Piste er wählt.

Aber auch für den Betreiber der Skigebiete ergeben sich Vorteile. So lassen sich genauere Analysen über Besucherströme auswerten bzw. Statistiken erstellen. Denn wer würde seinen Betrieb nicht effizienter gestalten wollen.  Die Software funktioniert praktischerweise ohne Einbindung in bestehende Systeme und wird automatisch von der Firma gewartet. Alles was man braucht sind Kameras, die mit dem Internet verbunden sind. Und das ist in Zeiten von Smartphone und Apps auch in Skigebieten problemlos möglich.

Jakob-Schröger_swJakob Schröger ist in einer kleinen Ortschaft in OÖ aufgewachsen und studierte an der Johannes Kepler Universität in Linz die Studienrichtung Wirtschaftsinformatik. Durch einen 1-jährigen Aufenthalt in Schweden machte er auch eine Spezialisierung in internationalem Marketing. Bereits während seines Studiums hat er das Unternehmen QGo gegründet und ist seither Geschäftsführer der Firma.

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