Olympisches Gold geht an …

… diese unschlagbaren Olympiabahnen

Der Unterschied zwischen „Olympiade“ und den „Olympischen Spielen“? Wir klären ein für alle Mal auf: Unter den Olympischen Spielen versteht man die Olympischen Sommer- und Winterspiele in ihrer Austragung. Die Zeit zwischen den stattfindenden Wettkämpfen nennt man Olympiade. Diese dauert jeweils vier Jahre, wobei seit 1994 Sommer- und Winterspiele um zwei Jahre versetzt stattfinden. Die nächsten Olympischen Winterspiele finden demnach 2018 in Pyeongchang in Südkorea statt, die nächsten Olympischen Sommerspiele erst 2020 in Japans Hauptstadt Tokyo.

Bahn in Squaw Valley 1960 und Luxus pur Monte Parnes in Athen 2004.

Bahn in Squaw Valley 1960 und Luxus pur am Monte Parnes in Athen 2004. ©DOPPELMAYR

Wer hat’s erfunden?

Natürlich die Griechen. Zurückgehend auf die Antike wurden 1896 auf Anregung von Pierre de Coubertin hin die Olympischen Spiele der Neuzeit zum ersten Mal ausgetragen. Natürlich in Athen. 1924 kamen die ersten Olympischen Winterspiele mit dem Austragungsort Chamonix in Frankreich hinzu. Später folgten die Paralympics und Olympischen Jugendspiele.

Vom Start mit 250 Athleten aus 14 Ländern vor mehr als 100 Jahren haben sich die Olympischen Spiele bis heute zu einem der größten Sportereignisse der Welt entwickelt. 2016 wurde in Brasilien ein Teilnahmerekord von 11.303 Sportlern aus 206 Nationen erreicht. An den Winterspielen 2014 in Russland nahmen 2.861 Sportler aus 88 Ländern teil.

Stone Mountain in Atlanta 1996 und L'Olympique in Albertville 1992.

Stone Mountain in Atlanta 1996 und L'Olympique in Albertville 1992. ©DOPPELMAYR

Ikonen und Wahrzeichen

Neben den Stadien zählen allen voran die Fortbewegungsmittel zu den bleibenden Wahrzeichen und Werten der Olympischen Spiele. Gerade im Winter erreichen die Seilbahnen in diesem Zusammenhang immer wieder neue Rekorde. Größter Komfort, maximale Beförderungskapazitäten oder elegantes Design passend zum jeweiligen Motto der Spiele. Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt.

Chamonix hat als erste Austragungsstätte der Olympischen Winterspiele 1924 keine Olympiabahn zu bieten, denn damals umfassten die Wettbewerbe nur

  • Bobsport
  • Curling
  • Eishockey
  • Eiskunstlauf
  • Eisschnelllauf
  • Ski Nordisch

Ohnehin befand man sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts erst im Aufschwung der Liftanlagen und des touristischen wie wettkampfgeprägten Skisports.

1928 und 1948 machten die Olympischen Winterspiele St. Moritz über Nacht weltberühmt. Weiter waren nur sechs (bzw. 1948 sieben) Sportarten im Programm

  • Bobsport
  • Eishockey
  • Eiskunstlauf
  • Eisschnelllauf
  • Skeleton
  • Ski Nordisch
  • Ski Alpin (1948)
Die Olympiabahn im Congresspark Igls von 1964.

Die Olympiabahn im Congresspark Igls von 1964. ©Patscherkofel

Nur Lake Placid (1932, 1980) und Innsbruck (1964, 1976) waren neben St. Moritz bis dato zweimal Gastgeber, wobei Innsbruck 2012 zusätzlich die ersten Olympischen Winter-Jugendspiele ausrichten durfte. Die Förderleistung der geschichtsträchtigen Patscherkofelbahn wurde daher im Jahr 1962 von 120 auf 450 Personen pro Stunde erhöht. Derzeit wird die Bahn durch eine neue 10er Einseilumlaufbahn ersetzt, welche dann 2.600 Personen pro Stunde auf den Innsbrucker Hausberg bringen wird. Der olympische Geist weht aber nach wie vor über dem markanten Berg.

Das Skigebiet Axamer Lizum wurde hingegen im Zuge der Olympischen Winterspiele 1964 erst völlig neu errichtet und 1976 weiter ausgebaut – unter anderem mit der Olympiabahn auf den Hoadl.

Die Olympiabahn von 1976 in der Axamer Lizum.

Die Olympiabahn von 1976 in der Axamer Lizum. ©Axamer Lizum

Olympische Sommerbahnen

London beweist mit seiner Emirates Air Line, die pünklich zu den Olympischen Spielen im Sommer 2012 in Betrieb genommen wurde, dass Seilbahnen auch im Sommer ihren Platz haben. Die elegante Konstruktion und die fantastische Aussicht 50 Meter über der Themse auf ganz London machen die Bahn bis heute zum praktischen Fortbewegungsmittel und beliebten Anziehungspunkt. Die Luftseilbahn verbindet nämlich die im östlichen Teil Londons gelegenen Stadtteile Greenwich und Docklands.

Emirates Air Line in London.

Emirates Air Line in London. ©DOPPELMAYR

Die jüngsten Entwicklungen

Die 3S Olympiabahn in Sotschi hat eine Besonderheit aufzuweisen: Sie kann sogar Mannschaftswagen transportieren. So konnte für die Olympischen Winterspiele 2014 der teure Bau einer weiteren Zufahrtsstraße verhindert werden. Einziger Wermutstropfen: Fahrer dürfen nicht im Auto sitzenbleiben.

Seilbahn für Sotschi 2014.

Seilbahn für Sotschi 2014. ©DOPPELMAYR

2018 stehen die nächsten Winterspiele an. Austragungsort ist dann Pyeongchang in Südkorea. Die passende Olympiabahn ist zumindest in zwei Sektionen bereits in Betrieb. Im Rahmen erster FIS-Testrennen kann somit auch die neue 8-MGD „Downhill Gondola“ gleich auf Herz und Nieren getestet werden. In der Jeongseon Alpine Area, wo die Abfahrtsbewerbe und der Super-G stattfinden, werden derzeit noch zwei weitere kuppelbare 4er-Sesselbahnen errichtet.

Die neue Bahn für die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang.

Die neue Bahn für die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang. ©DOPPELMAYR

Bleibende Werte

Olympiaseilbahnen, kann man somit sagen, schaffen mehr als einen kurzen olympischen Auftritt – nämlich Werte, die bleiben. Ob in der Stadt, im Skigebiet oder auf den Ausflugsberg: Die „Legenden“ leben weiter und tragen den olympischen Geist auch für zukünftige Generationen weiter in sich.

Titelbild: Peak2Peak in Vancouver 2010. ©DOPPELMAYR

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