Seilbahn mit System (II)

Formen von Standseilbahnen

Angefangen mit der Standseilbahn lassen sich in dieser Kategorie Schlitten- und Schienenbahnen unterscheiden. Die klassische Standseilbahn stellt den Ursprung der Seilbahn dar und entstand im 19. Jahrhundert aus der Zahnradbahn. Anstatt wie bei Zahnradbahnen eigens angetriebene Wagen und Lokomotiven einzusetzen, werden die Wagen von einem Drahtseil gezogen. Dabei sind sie fest mit dem Seil verbunden und werden analog zur Eisenbahn über Schienen geführt.

Die berühmte Standseilbahn von Zaha Hadid auf die Nordkette über Innsbruck.

Die berühmte Standseilbahn von Zaha Hadid auf die Nordkette über Innsbruck. ©LEITNER ropeways

Seit der Jahrtausendwende gibt es mit dem vor allem im Personennahverkehr eingesetzten MiniMetro aber auch ein System, bei dem die Wagen während des Betriebs automatisch vom Förderseil getrennt und angeklemmt werden können. Diese Bauart erlaubt es, dass die Fahrzeuge während dem Betrieb an beliebig vielen Stellen auf der Strecke vom Förderseil gelöst und angehalten werden können, um Fahrgäste zu- und aussteigen zu lassen.

Der 400-FUL Ocean Express befördert bis zu 5.000 Personen pro Stunde durch den Ocean Park in Hongkong.

Der 400-FUL Ocean Express befördert bis zu 5.000 Personen pro Stunde durch den Ocean Park in Hongkong. ©DOPPELMAYR

Insbesondere in der Schweiz und Italien entstand während der 1930er Jahre noch eine weitere Abwandlung der klassischen Standseilbahn. Diese sogenannten Funischlitten oder Slittovie wurden analog zu einer Standseilbahn bodengeführt und von einem Drahtseil gezogen, besaßen jedoch keine Schienen und Rollen, sondern Kufen am Wagen für eine Fahrt im Schnee. Dementsprechend beschränkte sich die Betriebszeit auf die Wintermonate. Auch wenn es zeitweise beispielsweise in der Schweiz mehrere Dutzend dieser Anlagen gab, ist das System heute ausgestorben.

Standseilbahnen

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Titelbild: Die Standseilbahn zum Weissfluhjoch (CH) verläuft zweispurig und äußerst kurvenreich. ©DOPPELMAYR


Felix GrossFelix Gross
Aufgewachsen im Flachland im Südwesten Deutschlands zog es Felix Gross schon immer in die Berge. Seit seiner frühesten Kindheit faszinieren ihn Seilbahnen, ihre Technik und ihre Historie. Heute ist er als Fotograf und Buchautor tätig und Herausgeber des Portals www.bergbahnen.org, einer Plattform für Interessierte am Thema Seilbahnen mit Schwerpunkt in der Schweiz. Seine Freizeit widmet der studierte Wirtschaftsinformatiker dem Reisen und Entdecken - insbesondere dem Erforschen längst vergessener nostalgischer Seilbahnen von annodazumal und ihrer Geschichte. Mit Begeisterung berichtet er über seine Abenteuer auf der ganzen Welt.

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