Wer Köpfchen hat, der schützt es!

Als meist gehasster Teil der Skiausrüstung, erfreut sich der Helm an wenig Beliebtheit. Nicht nur bei Kindern, auch immer noch bei Erwachsenen. Aber keine Sorge, die Zeiten an denen Helmtragen „out“ waren ist längst vorbei. Wem am Sessellift mal Langweilig wird, kann gerne Strichlisterln schreiben. Da wird schnell deutlich, dass die Mehrheit mit klugem Beispiel vorangeht.

Bei Zahlen von 5000 Kopfverletzungen, 21 davon mit Todesfolge, wird deutlich dass das Thema Helmpflicht noch lange nicht vom Tisch ist. Nicht umsonst lautet das Sprichwort – Wer Köpfchen hat der Schützt es! Denn laut Experten hätte diese Unfallbilanz auch weniger traurig aussehen können.

Wir sprechen hier nicht mehr nur von „coolen Kids“ die dagegen rebellieren einen Helm zu tragen, meist sind es die älteren Semester, die außen vor bleiben. Bei Kollisionen im Skiverkehr kann es so schnell zu erheblichen Verletzungen kommen, bei denen Helmchen-Träger durchaus mit einem breiten Lächeln ihren Skitag fortsetzten.

Material und Technik

Dass ein Skihelm von außen hart sein muss versteht sich ja von selbst. Produktbeschreibungen lesen dabei nur die wenigsten, Hauptsache passt und sieht schön aus. Dass gerade der Helmaufbau entscheidend ist, kommt erst im zweiten Gedanken.  Die  Außenschale kann aus  Materialien wie Themoplasten (ABS oder Polycarbonat), aus Fiberglas oder Carbon bestehen. Diese sorgt für den nötigen äußeren Schutz vor kleinen spitzen Steinen und Gegenständen. Harte Schale – Weicher Kern gilt auch hier, denn unterhalb befindet sich eine weichere Innenschale aus EPS-Hartschaum. Dieser Hartschaum verformt sich im Ernstfall und kompensiert dadurch die Aufschlagskräfte, die auf den Kopf wirken.

Helm-Kauf

Wer im Fachhandel also auf Helmsuche geht, sollte neben optischem Geschmack durchaus auf die inneren Werte achten. Gesucht und gefunden, muss das ausgewählte Modell  nur noch perfekt passen.  Was nicht passt, kann nicht passend gemacht werden, weshalb bei Kopfschütteln nichts verrutschen darf.  Mit Justierungsrädchen oder Wangenpolsterungen können kleinere Korrekturen zwar vorgenommen werden, die Grundgröße bleibt jedoch dieselbe. Den persönlichen Favoriten erst gefunden kann nichts mehr schiefgehen. Helme die in den Regalen der Fachgeschäfte landen, erfüllen sämtliche Sicherheitsanforderungen der europäischen Norm EN 1077 und sind somit TÜV geprüft.

Helm-Check

Auch für ältere Modelle gilt, bitte einmal mehr durch den Sicherheitscheck. Befinden sich Kratzer und kleine Schäden am Helm, kann der Schutz beeinträchtigt sein. Nichts gefunden? Dann nichts wie los auf die Piste.  Im Allgemeinen gilt jedoch Vorsicht bei Helmen, die älter als drei bis 5 Jahre sind. Das Material kann durch Kälte und Sonneneinwirkung angegriffen und der optimale Schutz somit reduziert sein. Zusätzlich sollte nach jedem schweren Sturz der Helm ausgetauscht werden. Auch wenn äußerlich keine Veränderungen zu erkennen sind, kann die weiche Innenschale sich dennoch verformt haben.

Ein teures Verfangen? Mittlerweile können Helme fast überall günstig gekauft oder geliehen werden. Ausreden sucht man also lange. Da hilft nur noch eines – mit Helm voraus ins Skivergnügen!

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