Das kleine Seilbahn 1×1 – Crashkurs Seilbahnterminologie

Schlepplift, Sessellift und Gondel – läufige Begriffe die wir alle kennen. Um in Zukunft jedoch am Lift mit Fachwissen punkten zu können, haben wir für euch ein kleines Vokabeltraining vorbereitet. Es folgt Seilbahnterminologie vom feinsten. Ohren gespitzt und gut aufgepasst, dann kann es ja jetzt losgehen!

Lektion 1:

In technischer Hinsicht lassen sich Seilbahnen in drei wesentliche Kategorien unterteilen: Standseilbahn, Schwebebahn und Schlepplifte.

Standseilbahnen sind, wie der Name bereits verrät, gekennzeichnet durch vollständig bodenabhängige Linienführung. Fahrzeuge werden dabei zwar von einem Seil gezogen, die Tragefunktion übernehmen aber entweder Schienen oder gar der Boden selbst.

Im Gegensatz dazu ist die Schwebebahn vollständig vom Boden gelöst. Ein Förderseil übernimmt hier nicht nur die Zug- sondern auch die Tragefunktion. Mit Hilfe von Zwischenstützen werden dabei die Anlagen über den Boden gehalten.

Der Schlepplift vereint als dritte Kategorie beide Elemente miteinander. Wie bei Standseilbahnen besitzt das Förderseil nur eine Zugfunktion; die Fahrgäste gleiten, gezogen von einer Schleppvorrichtung, selbst mit Skiausrüstung über den Boden, der somit im weiteren Sinne die Tragefunktion übernimmt.

Lektion 2:

Die genannten drei Kategorien können, wie so oft, in weitere Unterkategorien unterteilt werden:

Wie bereits gelernt, werden bei der Standseilbahn Anlagen von einem Förderseil gezogen. In einer weiteren Unterteilung unterscheidet der Kenner dabei zwischen schlittenartiger Beförderung, bei der der Wagen auf Schnee gleitet, oder  zwischen  Anlagen, die mit Hilfe von Rollen auf Schienen gezogen werden. Die Begriffe Schlitten- und Schienenbahn lassen sich so, mit etwas Vorstellungskraft, ganz einfach herleiten.

Nach selben Prinzip erklärt sich die weitere Unterteilung von Luftseilbahn in Pendelbetrieb und Umlaufbetrieb schon fast von selbst. Schon Ideen? Wir klären trotzdem auf: Je nach Betriebsart bewegen sich Kabinen im Pendelbetrieb zwischen Tal- und Bergstation hin- und wieder zurück. Im Gegensatz dazu bewegen sich Anlagen im Umlaufbetrieb, wie der Name schon vermuten lässt, stets in dieselbe Richtung. Klingt simpel, ist es auch.

Zu guter Letzt werden Schlepplifte nach hoher und niedriger Seilführung unterteilt. Eine niedrige Seilführung ermöglicht es dem Fahrgast sich direkt am Förderseil selbst, oder an kleinen Hilfsvorrichtungen festzuhalten. Kommt einem bekannt vor nicht wahr? So haben wir im Skigebiet alle unsere ersten Schritte am Kinderlift gelernt. Eine hohe Seilführung macht hingegen ein direktes Festhalten am Zugseil unmöglich, weshalb hier ausziehbare Bügel oder Teller zum Einsatz kommen, die den Gast befördern. Eben ein klassischer Schlepplift wie wir ihn kennen.

Die Fachvokabeln sind nun aufgefrischt und warten nur darauf bei der nächsten Liftfahrt abgerufen zu werden. Wer neugierig geworden ist und sich weiter einlesen möchte, findet unter folgendem Link weitere interessante und spannende Informationen rund um Seilbahnen und deren Kategorisierungen: https://www.bergbahnen.org/lexikon/kapitel2.php

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