PANORAMABLICK VOM FEINSTEN

Von der Seilbahn auf die Aussichtsplattform

Der Blick von ganz weit oben ist einfach immer etwas Besonderes. Umso mehr, wenn sich eine so atemberaubende Aussicht bietet, wie in der Bergwelt der Alpen. Ob im Winter oder Sommer, es lohnt sich die Perspektive zu wechseln und die Landschaft im Verlauf der Jahreszeiten zu betrachten. Spektakuläre und waghalsige Aussichtsplattformen auf den Bergipfeln ermöglichen ungeahnte Fernblicke. Dafür geht es ganz bequem mit der Seilbahn in luftige Höhen und schon eröffnen sich nur ein paar Schritte entfernt unvergessliche Ausblicke.

Wir wollen in diesem Blogbeitrag ein paar außergewöhnliche alpine Aussichtsplattformen vorstellen – da heißt es zurücklehnen und die Aussicht genießen!

Obergurgl Hochgurgl: Top Mountain Star.

Obergurgl Hochgurgl: Top Mountain Star. Fotograf Philipp Horak ©Ötztal Tourismus

Top Mountain Star | Hochgurgl, Österreich

Der Gipfel des Wurmkogls ist mit einer ganz besonderen Krone geschmückt. Der Top Mountain Star bietet eine äußerst extravagante Erscheinung auf 3.080 Metern Seehöhe. Der von dem Architekten Peter Schuck entworfene filigrane Stahlbau ist nicht nur Aussichtsplattform, sondern gleichzeitig auch Panoramabar. Während der Auffahrt mit dem 4er Sessel Wurmkogl II bietet sich ein herrlicher Ausblick auf das Bauwerk: An der Fassade angebrachte Swarovski-Kristalle reflektieren die Sonne glitzernd und funkelnd. Glänzende Aussichten genießt man oben angekommen bei einem atemberaubenden 360-Grad-Rundblick über die Ötztaler Alpen.

Die Plattform Top of Tyrol bietet phantastische Ausblicke am Stubaier Gletscher.

Die Plattform Top of Tyrol bietet phantastische Ausblicke am Stubaier Gletscher. ASTE-WEISSTEINER ©LAAC

Top of Tyrol | Stubaier Gletscher, Österreich

Stubaier Alpen, Dolomiten, Ortlermassiv: Die Gipfelplattform Top of Tyrol gewährt den besten Blick aus 3.210 Metern Höhe. Mehr als 109 weitere Gipfel scheinen zum Greifen nah. Ein Besuch der Plattform ist allerdings nichts für schwache Nerven, denn die waghalsige Konstruktion aus Cortenstahl ragt neun Meter über die Felskante hinaus. Für sicheren Halt haben die LAAC Architekten aber natürlich gesorgt: Das Fundament ist mit 14 Meter langen Felsankern im Permafrost sicher befestigt. Mit der neuen 3S Eisgratbahn und Schaufeljochbahn geht es komfortabel zur Bergstation. Von hier ist die Aussichtsplattform in fünf Gehminuten erreichbar.

Das Panoramarestaurant mit Dachterrasse bietet herrliche Genussmomente hoch über Sölden.

Das Panoramarestaurant mit Dachterrasse bietet herrliche Genussmomente hoch über Sölden. Fotograf Rudi Wyhlidal ©Bergbahnen Sölden

BIG 3 Plattform Gaislachkogl | Sölden, Österreich

Mit der 3S Gaislachkogl II geht es bequem auf 3.048 Meter Seehöhe. Schon die Bergstation allein bietet einen eleganten Anblick. Daran angeschlossen verspricht das Luxusrestaurant Ice Q unvergessliche Genussmomente. Zu den ausgefallenen kulinarischen Kreationen „schmeckt“ der weite Fernblick hervorragend. Dank der filigranen Anmutung des Kubus aus Glas, Holz und Stahl scheint der Baukörper mit seiner Umgebung zu verschmelzen. Doch Architekt Johann Obermoser hat im wahrsten Sinne des Wortes noch einen draufgesetzt. Über eine Hängebrücke gelangt man nämlich vom Gipfel des Gaislachkogls auf die Dachterrasse. Hotspot für das 360° Panorama.

BIG 3 Panorama-Felssteg Tiefenbachkogl.

BIG 3 Panorama-Felssteg Tiefenbachkogl. Fotograf Philipp Horak ©Ötztal Tourismus

BIG 3 Panorama-Felssteg Tiefenbachkogl | Sölden, Österreich

Panoramahungrigen bietet das Skigebiet Sölden gleich mehrere Aussichtspunkte. An der Bergstation der 8EUB Tiefenbachbahn markiert eine 15 Meter hohe Pyramide den Zugang zum Panorama-Felssteg Tiefenbachkogl. Auf 3.250 Metern Seehöhe ragt ein filigraner, glasverkleideter Steg 20 Meter über den Gletscher-Abgrund. Die in Zusammenarbeit mit Professor Peter Schuck entstandene Stahlkonstruktion ist über Seile abgehängt. Adrenalin und Nervenkitzel verleihen dem Traumausblick einen zusätzlichen Kick. Unter den Füßen 60 Meter gähnende Leere, vor den Augen dafür unzählige Berggipfel.

Der Adlerhorst krönt den Gipfel des Gschöllkopf am Rofan.

Der Adlerhorst krönt den Gipfel des Gschöllkopf am Rofan. ©ROFANSEILBAHN AG

Adlerhorst | Rofan, Österreich

Wie es sich für einen Adlerhorst gehört, befindet sich auch diese kunstvoll gestaltete Aussichtsplattform auf einem Berggipfel. Auf dem 2.039 Meter hohen Gschöllkopf thront die von dem renommierten Tiroler Kunstschmied Manfred Hörl geschaffene Skulptur aus Metall. Wer nach der 7-minütigen Fahrt vom Tal aus der Rofanseilbahn steigt, sieht das ersehnte Ziel hoch über den Köpfen scheinbar schwerelos über die Bergkuppe ragen. Dabei wiegt die Konstruktion mit einem Durchmesser von acht Metern ganze 15 Tonnen. Nach dem gut ¾-stündigen Aufstieg genießt man einen traumhaften Ausblick auf den Achensee, das Karwendelgebirge, die Zillertaler Alpen und auf das untere Inntal.

Birg Thrill Walk am Schilthorn.

Birg Thrill Walk am Schilthorn. ©David Birri

THRILL WALK | Schilthorn – Piz Gloria, Schweiz

Für den THRILL WALK sollte man schon schwindelfrei sein. Denn wenn man an der Mittelstation Birg auf einer Höhe von 2.677 Metern aus der Seilbahngondel steigt, wartet ein Aussichtserlebnis der Extraklasse. Ein 200 Meter langer Steg führt an den senkrechten Wänden des imposanten Felsmassivs entlang. Über Treppen, Gitterroste, Glas oder Viehrostböden geht es über den 150 Meter tiefen Abgrund. Kinder robben mutig durch den sieben Meter langen Kriechtunnel. Über den Köpfen die auskragende Aussichtsplattform SKYLINE WALK, vor den Augen der Blick auf die SWISS SKYLINE mit Eiger, Mönch und Jungfrau. Umgesetzt wurde das Projekt wie auch schon die BOND WORLD 007 von der Firma Pronatour.

Dachstein Skywalk.

Dachstein Skywalk. ©HAGSPIEL PHOTOGRAPHY

Dachstein Sky Walk | Dachsteingletscher, Österreich

Hier verschwimmen Grenzen. Auf rund 2.700 Metern Seehöhe bietet sich ein traumhafter Rundumblick, der im Süden bis nach Slowenien und im Norden bis nach Tschechien reicht. Gleich neben der Bergstation der Dachstein-Südwandbahn am Hunerkogel ragt der Sky Walk über die 250 Meter steil abfallende Felswand hinaus – der zum Teil verglaste Boden ermöglicht also auch schwindelerregende Aussichten in der Senkrechten. Doch keine Sorge: Die 40 Tonnen schwere Konstruktion aus Stahl und Glas ist mit 60 Felsankern bestens gesichert. An klaren Tagen bieten die Tauern mit dem Großglockner und Großvenediger Fotomotive wie gemalt.

Le Pas dans le Vide - Der Schritt ins Leere am Aiguille du Midi.

Le Pas dans le Vide - Der Schritt ins Leere am Aiguille du Midi. ©OT Vallée de Chamonix-Mont-Blanc

Der Schritt ins Leere | Chamonix, Frankreich

Die 20-minütige Seilbahnfahrt bietet nicht nur herrliche Ausblicke, sondern auch ausreichend Zeit sich auf diesen einen Schritt vorzubereiten. Den Schritt ins Leere. In Chamonix ist auf dem Aiguille du Midi eine technologische Meisterleistung gelungen. Auf der 3.842 Meter hohen Terrasse befindet sich eine Glaskabine, die mehr als 1.000 Meter Leere beim Blick nach unten offenbart. So atemberaubend dieser Anblick sein mag, auch der Blick nach vorne lohnt sich: Montblanc und das 360°-Panorama auf die französischen, Schweizer und italienischen Alpen belohnt die Überwindung, die dieser eine Schritt so manchen kosten mag.

Aussichtsplattform Unterstell in Naturns.

Aussichtsplattform Unterstell in Naturns. ©Seilbahn Naturns

Aussichtsplattform Unterstell | Naturns, Italien

Mit der Seilbahn Unterstell geht es zur Bergstation auf 1.300 Metern Seehöhe. Hier wartet nach einem etwa zehnminütigen Fußmarsch die eindrucksvolle Aussichtsplattform Unterstell auf ihre Besucher. Mit einer Länge von ca. 16 Metern bietet sie Platz für bis zu 50 Personen. Der Blick vom Meraner Talkessel bis zu den Bergen der Ortlergruppe ist dabei umwerfend. Aus der Ferne wirkt die 50 Meter über dem Boden schwebende Konstruktion hingegen äußerst filigran.

Hervorragende Ausblicke, Tiefblicke und Einblicke sind also in den Alpen an vielen Orten auf spektakuläre Weise gewährt – und ein bisschen Nervenkitzel gehört da natürlich definitiv dazu!

Titelbild: ICE Q: Restaurant, Bergstation und Panoramaterrasse in Sölden. Fotograf Markus Bstieler ©Bergbahnen Sölden

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