Auf Herz und Nieren geprüft!

Seilbahnen zählen zu den sichersten Verkehrsmitteln im täglichen Einsatz, um winterbegeisterte Ski-Fanatiker und abenteuerliche Wanderer auf dem Weg ins Gipfelglück zu begleiten. Damit die sorgenlose Stimmung im Seilbahnbetrieb anhält, sorgen hohe Sicherheitsstandards, modernste Technik, perfekt ausgebildete Mitarbeiter und strenge Auflagen der Gesetze für maximales Sicherheitsgefühl.

Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen

Dabei verdanken Seilbahnen ihren hervorragenden Ruf nicht nur faszinierenden Bergwelten, mit langjähriger Erfahrung  und Knowhow auf höchstem Niveau trumpfen Seilbahnhersteller und Seilbahnbetreiber auf. Nicht genug, wird die Seilbahntechnik durch wiederkehrende Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen auf Herz und Nieren geprüft. Dazu zählen magnetinduktive Prüfungen von Trag-, Förder- und Zugseilen; Seilzustandsanalyse, elektrotechnische Anlagenprüfungen, Produkt- und Systemzertifizierungen sowie Restlebensdauerberechnungen. Ein Rundumpaket, das Gäste aufatmen lässt und sich weiter auf sicheren Betrieb und angenehme, problemlose Beförderung gefreut werden kann.

In Abständen von 5 Jahren werden Seilbahnen durch externe akkreditierte Sachverständige umfassend überprüft. Diese umfangreiche Untersuchung ist von der Aufsichtsbehörde vorgeschrieben und gesetzlich geregelt (SeilbÜV 2013). Trotz allem müssen zusätzlich tägliche, wöchentliche und monatliche Kontroll- und Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Um die Vorstellungskraft anzukurbeln, werden dabei beispielsweise Seile nach Blitzeinschlägen oder Seilentgleisungen überprüft. Eine Arbeit die es in sich hat, denn in schwindelerregende Höhe traut sich nicht jeder! Ein Tragseil im Vorbeilaufen vom Boden aus zu begutachten fällt schwer und so müssen die waghalsigen Mitarbeiter bei Wind und Wetter hinauf in große Höhen, um in unbequemen oder gar beengten Position, das Tragseil zu überprüfen.

Modernste Hilfsmittel

Aber keine Sorge, modernste Technologien können dabei tatkräftig unterstützen und ermöglichen eine Bewertung des Zustands der Seiloberfläche, bei festem Boden unter den Füßen. Durch eine 360 Grad Erfassung von Winspect wird beispielsweise der Messbereich mit einer starken LED ausgeleuchtet und außenliegende Drahtbrüche, Blitzschläge, Kerben, Klemmstellen und sonstige größere und kleinere Beschädigungen gekennzeichnet.

Seilbahnhersteller und Seilbahnbetreiber sind also durch ständige Kontrollen und Überprüfung gut vorbereitet, um Schäden frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu treffen. Neben dem unbedenklichen Benützen von Gondel, Sessellift und Co. können aber auch wir unseren Teil zur eigenen Sicherheit beitragen. Der überwiegende Teil der Unfälle ist nicht auf technische Ursachen, sondern auf Fehlverhalten der Fahrgäste zurückzuführen. Richtiges Verhalten ist daher das Um und Auf für ein unfallfreies Bergerlebnis.

Dabei sollten folgende Regeln eingehalten werden:

  • Befolgung der in den Stationen kundgemachten Beförderungsbedingungen sowie der Anweisungen der Seilbahnangestellten.
  • Richtiges Schließen der Verschlusseinrichtungen bei Sesselliften; Vermeiden eines zu frühen Öffnens bei der Bergstations-Ankunft.
  • Drängelei beim Einstieg vermeiden, besondere Achtsamkeit beim Ein- und Aussteigen!
  • Slalomfahren auf Schleppliften ist unzulässig (Entgleisungsgefahr!). Schlepplifte erfordern die "Mitarbeit" des Benutzers und setzen entsprechendes skifahrerisches Können voraus.
  • Alkohol und Liftbenutzung schließen einander aus.
  • Kinder sollten in regelmäßigen Abständen an Gefahren und deren Vermeidung erinnert werden.

Alle Sorgen über Bord und nichts wie los in unbegrenztes Gipfelglück!

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