3G-Regel mit Fragezeichen

Die heimischen Gletscher sind bereits erfolgreich in die neue Wintersaison gestartet. „Normalzustand“ wird es im Wintersport aber auch in den kommenden Monaten kaum einen geben. Zwar gibt es bereits einen groben Verordnungsentwurf, die geforderte 3G-Regelung lässt aber in der Umsetzung noch viele Fragen offen. Bis zum breiten Saisonstart der Skigebiete im Dezember gibt es noch viel Aufklärungsbedarf.

Die jeweiligen Seilbahntagungen in Niederösterreich, Steiermark, Salzburg und Vorarlberg haben die Stimmungslagen bei den Bergbahnen und im heimischen Tourismus noch einmal klar verdeutlicht: Zwischen Vorfreude und Unsicherheit. Was ist passiert? Nun ja, die COVID-Pandemie hält die Welt noch immer in Atem, nach gut 1,5 Jahren haben sich Bevölkerung sowie Wirtschaft aber bereits in kreativer Art und Weise mit den Umständen arrangiert. Vor wenigen Wochen gab es, eigentlich recht zeitgerecht, die entsprechende Vorgehensweise seitens des Tourismusministeriums mit den Auflagen für eine sichere Wintersportsaison. Also alles in Ordnung? Nicht ganz. Denn die geforderte 3G-Regel birgt viele Fragen in sich. Vor allem eine mögliche Identitätssicherung in Sinne einer möglichen Nachverfolgung im Rahmen des Ticketings ist mit dem Datenschutz in diesen Tagen kaum vereinbar.

Bitte warten

Was also tun? „Es geht darum, dass im Fall einer Clusterbildung eine Rückverfolgung möglich sein muss. Dafür müsste sich der Skigast aber auf einer Plattform anmelden und hier gibt es noch Fragen bezüglich Handling, Aufwand, Datenschutz und kundengerechter Umsetzung“, weiß Patscherkofel-Geschäftsführer Adrian Egger. Die branchenführenden Unternehmen wie Axess, Skidata, Poolalpin und Skiline cc wissen um die Dringlichkeit und die Sensibilität des Themas, ein mögliches Tool zur Umsetzung ist in Arbeit. „Es geht hier weit mehr als nur um eine adäquate Datensicherung sondern schon auch um Verantwortlichkeiten der Überprüfung. Die jeweiligen Skigebiete hier in die Pflicht zu nehmen ist fast nicht machbar und auch unrealistisch. Es wird Hilfe brauchen“, weiß Egger. (Ab)Hilfe soll in den kommenden Wochen die finale Verordnung bringen. Die aufgeworfenen Fragen sollen dann im Detail geklärt werden. Noch herrscht aber vielerorts Unsicherheit und Aufklärungsbedarf. Einmal mehr heißt es im Tourismus somit: Bitte warten.  

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