Mit viel Hoffnung ins neue Jahr!

2 Jahre Pandemie, 2 Jahre Unsicherheit, Kurzlebigkeit und große Hürden – vor allem die Tourismusbranche musste in den vergangenen Monaten viele Herausforderungen meistern. Auch dieser Winter wurde von neuen Verordnungen, kurzfristigen Vorgaben und vielen Fragezeichen begleitet. 

Adrian Egger, Geschäftsführer der Patscherkofelbahnen in Innsbruck, im Interview über die Suche nach den so wichtigen Antworten, kreative Lösungsansätze, die eigene Belastungsfähigkeit und das Prinzip Hoffnung. 

Herr Egger, seit 2 Jahren befindet sich die Welt in einer Pandemie, viele Hürden gab es seither zu überwinden. Wie geht es ihnen persönlich aber auch als Bergbahnbetreiber?

Grundsätzlich geht es mir wie all den anderen Menschen auf dieser Welt. Die Situation ist herausfordernd, belastend und auch ermüdend. Wir sitzen hier aber alle im selben Boot und hoffen auf Besserung 2022. 

Als Geschäftsführer der Patscherkofelbahnen und auf beruflicher Ebene waren die Hürden ebenfalls groß. Das verfrühte Saisonende 2020, eine passable Sommerphase, ein ganz schwieriger Winter und nun ein Herbst voll neuer Verordnungen und Unsicherheit – das alles ist nicht so einfach zu bewältigen. Im Rahmen der Möglichkeiten versuchen wir aber einen guten Job zu machen, den Betrieb reibungslos zu bewerkstelligen und unseren Gästen einen schönen Skitag zu bescheren. Bis dato funktioniert alles ganz gut, war der Saisonstart sehr, sehr positiv.

Sie haben es bereits angesprochen, vor allem vor dieser Wintersaison gab es im Hinblick auf die neuen Rahmenbedingungen große Unsicherheit. Die Verordnung im September sorgte für viele Fragezeichen. Wie hat man darauf reagiert?

Als Bergbahn versucht man natürlich frühzeitig zu planen und braucht auch genügend Vorlaufzeit um etwaige Verordnungen bestmöglich umzusetzen. Viel Zeit hatten wir in den vergangenen Monaten somit nicht, aber wir haben unser Bestmögliches getan. Wir sind schon vorab vom „schlimmstmöglichen Szenario“ ausgegangen und mussten im nächsten Schritt lediglich Anpassungen auf die neue Verordnung vornehmen. Das hat uns die Umsetzung natürlich erleichtert.

2G-Verordnung am Patscherkofel

Welche Herausforderungen gab es konkret?

Es dreht sich hier alles um die Frage des Datenschutzes und die Frage wie können/dürfen wir den 3G-Nachweis bzw. dessen Gültigkeit kontrollieren ohne den Datenschutz einzelnen Gastes zu verletzten? In den vergangenen Monaten arbeiteten die Ticketsystemanbieter auf Hochtouren um hier eine adäquate Infrastruktur zu schaffen und so die Wintersaison zu „retten“. In der Umsetzung braucht es nun eine Kombination aus Soft- & Hardware um den jeweiligen Skipass auch freischalten zu können. 

Konkret kann sich der Gast bereits im Vorfeld online registrieren, den 3G-Nachweis hinterlegen und so das Ticket freischalten lassen. Vor Ort geht das im Kassabereich sowie an eigens aufgestellten Checkpoints. 

Der Aufwand hält sich grundsätzlich in Grenzen, hängt aber an der Laufzeit des Skitickets. Sprich, bei Saisonkarten hinterlegt man den 3G-Nachwies einmal, bei (Mehr)Tagesskipässen muss man das im Worstcase dann öfters freischalten lassen. 

Der finanzielle Aufwand als Bergbahn ist hingegen nicht unerheblich.

Wie gehen die Gäste damit um? Hat sich das alles schon eingespielt?

Ja, mit unseren Gästen funktioniert das einwandfrei. Jeder weiß was zu tun ist. Natürlich gibt es manchmal Sonderfälle aber auch das können wir meistens schnell lösen. 

Der Patscherkofel über Innsbruck ist ein beliebtes Ausflugsziel im Winter

2022 steht vor der Türe, der Winter ist voll im Gange – welche Erwartungen haben sie an die kommenden Wochen?

Ich habe keine konkreten Erwartungen, eher große Hoffnungen. Mit der Omikron-Variante bleibt bei uns als Betreiber natürlich die Unsicherheit, wir alle wissen nicht wie sich die Situation in 2 Wochen verhält. Wir können somit nur positiv bleiben, kreative Wege finden und durchhalten. Ein weiterer Lockdown wäre für uns alle aber natürlich fatal. 

Persönlich, als Mensch, hoffe ich einfach, dass wir gemeinsam im kommenden Jahr eine Entspannung erleben und sich die Pandemie endlich dem Ende neigt. Vielen Dank für das Gespräch.

Vielen Dank für das Gespräch

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