Mit Vorsicht dem Saisonstart entgegen!

29. Mai 2020. Nach über zwei Monaten Bangen, zittern und hoffen dürfen die heimischen Bergbahnen nun endlich wieder den Betrieb aufnehmen. Aufatmen. Durchstarten. Gefühlt aber nur im zweiten Gang. Spät, aber noch rechtzeitig kam Mittwoch vom Gesundheitsministerium die mit Spannung erwartete Verordnung. Wie, wieviel, warum. Auf die wichtigsten Fragen gab es für den Saisonstart essentielle Antworten. Und dennoch, in der Praxis scheinen Fragen offen.

Die Auflagen klingen einfach und nicht überraschend. Mund-Nasenschutz-Pflicht, Mindestabstand von einem Meter in Kabinen, Gebäuden und dem Nahbereich sowie Hygienepflicht seitens der betreibenden Bergbahn. Bei unvermeidbar großem Gedränge und beim Ein- und Aussteigen dürfe der Abstand kurzfristig auch kleiner ausfallen. Kapazitätsbeschränkungen sollen in der Verordnung angeblich nicht beschrieben sein. Allerdings dürften diese von Unternehmern eigenständig umgesetzt werden: So hieß es etwa am Morgen seitens eines Bergbahnunternehmens im Salzkammergut, dass man die Kabinen nur zur Hälfte füllen werde. „Die soeben in Kraft getretene Covid-19-Lockerungsverordnung legt fest, dass wir parallel zur Hotellerie ab 29. Mai wieder starten können. Jetzt sind wir aber erst einmal sehr erleichtert und gehen voll motiviert in die Sommersaison“, freut sich Fachgruppenobfrau und Seilbahnsprecherin Veronika Scheffer von den Zauchensee Bergbahnen.

Erleichtert ist auch die Branche in Tirol. Ob Muttereralmbahn, Nordkettenbahn oder die Patscherkofelbahn – rund um Innsbruck herrscht am kommenden Wochenende wieder Vollbetrieb. Stellvertretend für die Kollegen übt sich etwa Patscherkofelgeschäftsführer Adrian Egger in Optimismus. Wir haben uns in den vergangenen Wochen gut auf diesen Start vorbereitet, haben pro-aktiv alle Vorkehrungen getroffen. Wir sind in jedem Fall gerüstet und freuen uns wenn es nun endlich wieder losgeht.“

Ähnliche Worte gibt es aus Niederösterreich. Die Ötscherlifte und die Hochkar Bergbahnen gemeinsam mit der Schröcksnadel-Gruppe, die Erlebnisarena St. Corona am Wechsel, die Erlebnisalm Mönichkirchen und die Annaberger Lifte mit der Zipline Annaberg können den Betrieb ab diesem Datum wiederaufnehmen. Das wäre nicht nur für die Bergbahnen, sondern für all diese Regionen von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Niederösterreichs Bergbahnen ermöglichen unseren Gästen, Sommerfrische wie im Bilderbuch zu erleben – selbstverständlich mit dem nötigen Abstand“, so Tourismuslandesrat Jochen Danninger.

Der Startschuss wird am 29. Mai fallen. Jetzt gilt es die Handbremse endgültig zu lösen – mit der nötigen Vor- & Weitsicht.

 

Quellen: STMS // presse.at // WKO