Zukunftsstrategien für den Tourismus: gemeinsam, maßvoll, fair!

Vitalpin tritt als neuer Verein in den Dialog mit ein

Der Tourismus wird vielfach als der Wirtschaftsmotor in den Alpen bezeichnet. Gerade aufgrund seines Erfolges bringt er auch Herausforderungen mit sich, denen man begegnen muss. Diesen Herausforderungen wird in den Medien seit einiger Zeit viel Raum gegeben. Begriffe wie Overtourism, Erschließungswut, oder Verkehrsprobleme prägen die Schlagzeilen. Wenn auch nicht jeder Vorwurf unberechtigt ist, ist doch eine Schieflage in der öffentlichen Wahrnehmung entstanden, die einerseits den hart arbeitenden Betrieben den gesellschaftlichen Rückhalt entzieht und andererseits wichtige Entwicklungen im Keim erstickt. Klar zu beobachten ist, dass die Tourismusgesinnung immer negativer wird. Das nützt letztendlich niemandem.

Was in der Berichterstattung zu kurz kommt, ist, dass …

… der Tourismus die wirtschaftliche Nutzung der Alpen auf begrenzte Gebiete konzentriert.

… der Tourismus eine sportliche Infrastruktur von Weltruf geschaffen hat, die wir als Einheimische gleichermaßen nützen und genießen wie die Gäste.

… der Tourismus in den peripheren Gebieten die einzige Lebensgrundlage bildet und daher jene Abwanderung verhindert, die andernorts aktuell Regionen veröden lässt.

… der Tourismus durch eine Vielzahl an Transferleistungen den Wohlstand in den Städten mitbegründet.

… der Alpenbogen wie kaum ein anderer Lebensraum unzähligen Schutzbestimmungen unterliegt, die jegliches „touristisches Wildern“ unterbinden.

Übersehen wird auch, dass es den Tourismusbetrieben längst nicht mehr um ein Mehr an Menge, sondern um die Absicherung des Erreichten und eine maßvolle, nachhaltige Weiterentwicklung im Sinne einer Optimierung bestehender Anlagen geht. Ziel muss sein, dass auch die nächste Generation faire Voraussetzungen für das Leben und Wirtschaften in den Alpen vorfindet. Das ist besser zu erreichen, wenn man zusammensteht, anstatt Gräben weiter aufzureißen. Nun tritt ein neuer Verein für einen konstruktiven Dialog und mehr Ausgewogenheit in der Berichterstattung ein: Vitalpin.

Vitalpin - "Wir leben Alpen"

Vitalpin – für neue Wege im Tourismus

Auf die Initiative von Hannes Parth, dem ehemaligen Seilbahnmanager der Silvrettaseilbahn AG in Ischgl, ergreifen nun diejenigen das Wort, die tagtäglich den Tourismus am Leben erhalten.Unter dem Dach von Vitalpin vereinen sich Menschen und Unternehmen, die von und mit dem Tourismus leben und treten gemeinsam für eine nachhaltige Weiterentwicklung im Tourismus ein. Die derzeit 45 Mitgliedsorganisationen und –betriebe aus dem deutschsprachigen Alpenraum umfassen an der Basis 960.000 Menschen und Betriebe.

Welche Ziele verfolgt Vitalpin?

  • Vitalpin zeigt die Bedeutung des Tourismus für die Wirtschaft auf.
  • Vitalpin vernetzt Unternehmen im Tourismus und sucht den Dialog mit der Bevölkerung und Interessensvertretern.
  • Vitalpin tritt für eine faire Interessensabwägung ein, die die Bedürfnisse von Mensch, Wirtschaft und Natur gleichberechtigt berücksichtigen.
  • Vitalpin trägt die Anliegen der Branche an die Politik heran.
  • Vitalpin sucht den Austausch und die Zusammenarbeit mit Experten, um innovative Wege für mehr Nachhaltigkeit im Tourismus zu erarbeiten, die wiederum den Naturraum Alpen schützen

Der Verein lädt alle interessierten Personen und Betriebe dazu ein, seine Reihen zu verstärken. In einer Blogartikelserie bei Mountain Talk wird Vitalpin in den nächsten Monaten Themen wie den Klimawandel und die Bedeutung des Miteinanders statt Gegeneinanders für ein lebenswertes Leben im Alpenraum aufgreifen. Weitere Informationen: www.vitalpin.org

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