„Wir konnten das Niveau der Vergangenheit erreichen“

Große Unsicherheit begleitete die Bergbahnen hierzulande in diese Sommersaison. Corona und schlechte Witterungsverhältnisse erschwerten den Betrieb am Berg. Catherine Propst, Marketingleitung am Stubaier Gletscher, zieht nun ein erstes Fazit und zeigt sich durchaus zufrieden. Das größte Gletscherskigebiet Österreichs im Fokus.   

Frau Propst, war es ein halbwegs normaler Sommer? Wie sind die Zahlen im Vergleich zu den anderen Jahren?

Generell wollen wir anmerken, dass im Vergleich zum Winter, der Sommer am Stubaier Gletscher sehr kurz ist und „nur von Anfang Juli bis Mitte September reicht. Die Eintrittszahlen bewegen sich somit auf einem eher geringeren Level. Vergleicht man nun aber konkret die Eintrittszahlen im aktuellen Sommer mit den „Vor Corona“-Jahren, dann ist das heuer ein erfolgreicher Sommer. Trotz sehr niederschlagsreichem Wetter konnten wir das Niveau der Vergangenheit erreichen.

Wir sehen also, dass es die Gäste in die Berge zieht, dass Themen wie Natur, Bewegung und Freiheit sehr wichtig sind. Ein weiteres essentielles Kriterium ist die Erreichbarkeit. Die Nähe zu Innsbruck und die schnelle Erreichbarkeit mit Auto oder auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist in diesem Sommer auch wesentlich.

Welche Maßnahmen wurden COVID-technisch getroffen um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren?

Um allen Bergsportlern und Ausflugsgästen maximale Sicherheit zu bieten, gelten am Stubaier Gletscher klare Maßnahmen und Richtlinien, um die Covid-19 Vorgaben der Bundesregierung einzuhalten. Die Sicherheit und Gesundheit der Gäste und Mitarbeiter am Stubaier Gletscher steht an oberster Stelle. Für die Beförderung in den Gondelbahnen gelten die Richtlinien wie für den öffentlichen Verkehr: Das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes ist verpflichtend. Somit können die Gondeln entsprechend besetzt werden. Die Gondeln werden zudem in regelmäßigen Abständen desinfiziert. Geschlossene Wartebereiche: Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (Maske oder Schlauchschal) ist in diesem Ort verpflichtend. Ausreichend Desinfektionsmittelspender sind aufgestellt. Wer Tickets online kauft hilft mit, den Kassenbereich so weit als möglich zu entlasten. Maßnahmen in Restaurantbetrieben: In allen Restaurantbetrieben gilt die 3G Regel (getestet, geimpft oder genesen). Es sind ausreichend Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Die Speise- und Getränkekarte ist digital über einen QR-Code abrufbar. Es gilt eine Registrierpflicht mit Namen und Kontaktdaten.

„Top of Tyrol“ am Stubaier Gletscher

Mit welchen Gefühlen blickt man dem Herbst/Winter entgegen?

Die Vorfreude auf das Skifahren, nach der letzten ausgefallenen Wintersaison, ist besonders groß bei unseren Gästen aus dem In-&Ausland. Die Leute sind „heiß“ aufs Skifahren, auf Berge, Bewegung und Natur. Sicherheit und Gesundheit für Gäste und Mitarbeiter haben auch in diesem Winter oberste Priorität am Stubaier Gletscher. Die Rahmenbedingungen mit Bahnen, die hohe Förderleistungen haben sowie einem vielfältigen Pistenangebot mit weiten und breiten Pisten sind sehr gut ausgebaut bei uns am Berg. Skifahren ist ein Sport, der im Freien stattfindet, die Voraussetzungen sind also sehr günstig. Weiters werden wir das Online-Skiticketing forcieren, das seit Covid-19 eine wesentlich höhere Akzeptanz genießt. Werte wie Freiheit, Natur und Bewegung haben einen noch höheren Stellenwert erlangt. Das spielt unserem Produkt in die Karten und wir rechnen mit einer sehr guten Nachfrage im kommenden Herbst, wenn es die Sicherheitsvorkehrungen zulassen.

Wie sehr sehnt man sich nach „Normalität“?

Sicherheit und Gesundheit haben höchste Priorität. Wir wünschen uns, dass bis Ende Sommer Konzepte entwickelt werden, die das Geschäft planbar machen und man entsprechend Zeit hat, die Vorgaben auch umzusetzen. Am Beispiel Schweiz hat man im letzten Winter gesehen, dass eine relativ normale Wintersaison trotz Corona möglich war.

Vielen Dank für das Gespräch

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